Hagia Sophia: Türkische Märchen und Historische Fakten

Spread the love

Hagia Sophia: Türkische Märchen und Historische Fakten

Raymond Ibrahim, 15. Juli 2020

Millionen orthodoxer und andere Christen in aller Welt waren entweder schockiert, wütend und/oder traurig, als sie vor kurzem erfuhren, dass die Türkei gerade die Umwandlung des Museums Hagia Sophia – ursprünglich als orthodoxe Kathedrale gebaut und ein Jahrtausend lang so genutzt – in eine Moschee genehmigt wurde.

In einer langen Rede zur Begründung dieser Entscheidung, die er persönlich herbeiführte, sagte der türkische Präsident Erdoğan Folgendes:

Die Eroberung Istanbuls [Konstantinopels] und die Umwandlung der Hagia Sophia [Griechisch für „Heilige Weisheit“] in eine Moschee gehört zu den glorreichsten Kapiteln der türkischen Geschichte. Am 29. Mai 1453 betrat der [osmanische] Sultan Mohammed II. die Stadt nach einer langen Belagerung und begab sich direkt in die Hagia Sophia. Als die Byzantiner im Inneren der Hagia Sophia voller Angst und neugierig ihr Schicksal erwarteten, betrat Mohammed die Hagia Sophia, versicherte den Menschen, dass sie ihr Leben und ihre Freiheiten behalten würden… Dann sagte er den ersten adhan [Gebetsruf] auf. Damit beurkundete er seine Eroberung. Dann führte er in einer Ecke der Hagia Sophia zwei Dankbarkeits-Kniefälle aus. Mit diesem Schritt demonstrierte er, dass er die Hagia Sophia zu einer Moschee gemacht hatte… Die Kuppeln und Wände dieses großartigen Ortes der Anbetung schwangen seitdem 481 Jahre lang mit Gebeten und tabirs [„Allahu Akbar“-Rufen] mit [bis sie 1934 zum Museum wurde].

Eine solch andächtige Nacherzählung  ist nur geringfügig hagiographischer als die Haltung führender türkischer Historiker wie Professor Selim Akdogan. Auf Al-Jazira bestand er kürzlich darauf, dass Sultan Mohammed die Hagia Sophia eigentlich von den eroberten christlichen Kirchgängern „gekauft“ habe.

Ist diese rosige Wiedergabe korrekt? Glücklicherweise müssen wir uns nicht auf türkische Propaganda verlassen; wir haben Primärquellen, die genau beschreiben, was die Türken und Sultan Mohammed nach der Eroberung Konstantinopels und seiner Hagia Sophia 1453 taten. (Alle in der folgenden Schilderung verwendeten Zitate wurden zeitgenössischen Quellen entnommen, zumeist von Augenzeugen, wie sie in Kapitel 7 von Sword and Scimitar dokumentiert sind.)

Als sie am 29. Mai 1453 erst einmal in der Stadt waren, „gaben die wütenden türkischen Soldaten kein Pardon“:

Als sie ihr Massaker veranstaltet hatten und es keinen Widerstand mehr gab, waren sie erpicht darauf zu plündern und durchstreiften die Stadt, stahlen, plünderten, töteten, vergewaltigten, nahmen Männer, Frauen, Kinder, alte Männer, junge Männer, Mönche, Priester, Menschen aller Arten und in allen Zuständen… Es gab Jungfrauen, die aus unruhigem Schlaf aufwachten und diese Räuber mit blutigen Händen und wutverzerrten Gesichtern über sich stehend vorfanden… [Die Türken] zerrten sie, rissen sie, entehrten sie, vergewaltigten sie an den Kreuzungen und ließen sie sich den furchtbarsten Verbrechen unterwerfen… Zarte Kinder wurden brutal von den Brüsten ihrer Mütter gerissen und Mädchen wurden erbarmungslos fremden und furchtbaren Einheiten gegeben und eintausend andere furchtbare Dinge geschahen…

Weil tausende Bürger geflohen waren und sich in der Hagia Sophia versteckten, bot die uralte Basilika eine exzellente Sklavlenernte, sobald ihre Türen mit Äxten aufgeschlagen waren. „Einer der Türken sah nach der gefangenen Person, die am wohlhabendsten zu sein schien, ein zweiter bevorzugte ein hübsches Gesicht unter den Nonnen… Jeder räuberische Türke war erpicht darauf seine Gefangene an einen sicheren Ort zu bringen und dann zurückzukehren, um sich einen zweiten und einen dritten Preis zu sichern… Dann konnte man lange Ketten Gefangener die Kirche und ihre Heiligtümer verlassen sehen, die wie Vieh oder Schafherden getrieben wurden.“

Manchmal bekämpften sich die Sklavenhalter bis zum Tod wegen „irgendeiner wohlgeformten jungen Frau“, auch wenn viele der letzteren es „vorzogen sich in die Brunnen zu werfen und zu ertrinken, statt den Türken in die Hände zu fallen“.

Nach dem sie die Hagia Sophia, eine der größten und ältesten Kirchen der Christenheit – zur Zeit ihrer Eroberung fast tausend Jahre alt – in Besitz genommen hatten, „betrieben die Invasoren alle Arten von Widerwärtigkeiten darin, machten sie zu einem öffentlichen Bordell“. Auf „ihren heiligen Altären“ inszenierten sie „Perversionen mit unseren Frauen, Jungfrauen und Kindern“, darunter mit „der Tochter des Großfürsten, die sehr schön war“. Sie wurde gezwungen „sichmit dem Kruzifix unter ihrem Kopf auf den Großaltar der Hagia Sophia zu legen und sich dort vergewaltigen zu lassen“.

Als Nächstes „paradierten sie das [Haupt-] Kruzifix [der Hagia Sophia] in verhöhnender Prozession durch ihr Lager, schlugen Trommeln vor ihm, kreuzigten Christus erneut mit Bespucken und Gotteslästerungen und Flüchen. Sie setzten ihm eine türkische Mütze auf und riefen spöttisch: „Seht, der Gott der Christen!“

Praktisch alle anderen Kirchen in der alten Stadt erlitten dasselbe Schicksal. „Die Kreuze, die auf den Dächern oder an den Wänden der Kirche angebracht waren, wurden herabgerissen und auf ihnen herumgetrampelt.“ Die Eucharistie wurde auf den Boden geworfen; heiligen Ikonen wurde das Gold genommen, sie wurden „auf den Boden geworfen und getreten“. Bibeln wurde die goldene oder silberne Beleuchtung genommen, bevor man sie verbrannte. „Ikonen wurden ausnahmslos den Flammen übergeben.“ Patriarchengewänder wurden Hunden auf die Hüften gelegt; Priestergewänder wurden auf Pferde gelegt.

„Überall war Unglück, jeder wurde von Schmerz berührt“, als Sultan Mohammed schließlich groß in die Stadt einzog. „In jedem Haus gab es Wehklagen und Weinen, Schreie an den Kreuzungen und Trauer in allen Kirchen; das Stöhnen Erwachsener und die Schreie der Frauen begleiteten Plünderung, Versklavung, Aufteilung und Vergewaltigung.“

Der Sultan ritt zur Hagia Sophia, stieg vom Pferd und ging hinein, „bestaunte den Anblick“ der großen Basilika. Nachdem sie von ihren Kreuzen, Statuen und Ikonen gesäubert war – Mohammed höchstpersönlich kippte ihren Hauptaltar um und trampelte darauf herum – befahl er einem Muezzin die Kanzel zu besteigen und „ihre abscheulichen Gebete erklingen zu lassen. Dann stieg dieser Sohn des Frevels, dieser Vorreiter des Antichristen, auf den heiligen Tisch, um seine eigenen Gebete von sich zu geben“, womit er „aus der Großen Kirche in einen heidnischen Schrein für seinen Gott und seinen Mahomet machte.“

Um seinen Triumph abzurunden ließ Mohammed die „elenden Bürger Konstantinopels“ während den abendlichen Feiern vor seine Männer schleifen und „befahl, dass zur Belustigung viele von ihnen in Stücke gehackt werden“. Der Rest der Bevölkerung der Stadt – volle fünfundvierzigtausend – wurden in Ketten gelegt, um als Sklaven verkauft zu werden.

So viel zu Erdoğans Behauptung, dass Sultan Mohammed „den Menschen ihrer Leben und Freiheiten versicherte“ oder dass die Hagia Sophia ordentlich „gekauft“ wurde.

Auf jeden Fall ist dies die Geschichte, die Millionen Türken rühmen. In den bereits erwähnten Worten Erdoğans, ihres Präsidenten: „Die Eroberung Istanbuls und die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee gehören zu den prächtigsten Kapiteln der türkischen Geschichte.“

Wenn Eroberung, unfassbare Gräueltaten und Vergewaltigungen, die Schändung der Kirchen – alle im Namen des Jihad begangen – „die prächtigsten Kapitel der türkischen Geschichte“ sind, dann fragt man sich, wie die Ruhmes-Zukunftspläne der Türkei aussehen.

Anmerkung: Zitierte Auszüge in der obigen Schilderung sind dem Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West, entnommen.

https://heplev.wordpress.com/

Author: uwe.roland.gross

Don`t worry there is no significant man- made global warming. The global warming scare is not driven by science but driven by politics. Al Gore and the UN are dead wrong on climate fears. The IPCC process is a perversion of science.